Am Donnerstag ging es planmäßig wieder ´gen Heimat. Das Auto war hinten total zugepackt, so dass Balko & ich uns die Rückbank geteilt haben. Balko rollte sich hinterm Fahrersitz zusammen und ich sicherte den Beifahrersitz. Da ich ja eine echte Prinzessin
bin, brauche ich – trotz geringerer Körpergröße – natürlich mehr Platz. Balko tut mir manchmal ein wenig leid. Ich mache mich ein wenig breit, dafür darf er dann aber auch mal mein wohl-proportioniertes Hinterteil als Kopfkissen missbrauchen. Wir kennen die Strecke ja nun schon in- und auswendig. Außerdem war es die meiste Zeit so nebelig oder regnerisch, dass man draußen sowieso nicht viel sehen konnte. Da haben wir lieber dem Radio gelauscht und ein bisschen geschlafen.
Willkommende Abwechslung auf diesen langen Touren sind die Pinkelpausen. Wir fahren sogenannte Rastplätze an, um uns die Pfoten zu vertreten und überhaupt mal auszutreten. Es ist unglaublich, was es da alles zu erschnuppern gibt und wie viel Müll da rum liegt! Es ist immer eine richtige Reizüberflutung für unsere feinen Näschen.
Nach 6 Stunden Fahrt waren wir dann wieder Daheim.
Wir haben sofort alles genauestens unter die Lupe genommen.
Balko hat dann aber erst mal geschmollt. Irgendwie fühlt er sich in Bayern wohler. Er lag nur da und hat einen auf Beleidigt gemacht. Der Garten ist ihm einfach viel zu klein und überhaupt. Ich – Tyra - bin da flexibler. Hauptsache wir sind zusammen! Ist doch egal wo. Ich habe ihn dann ein bisschen betüddelt und ihm klar gemacht, dass das hier ja schließlich sein Zuhause ist, hier ist er groß geworden, u. s. w. und dann ging´s langsam wieder.
Am Freitag ist unser Personal verdächtig früh aufgestanden. Wir haben uns einmal geschüttelt und uns erst mal wieder aufs Ohr gelegt. Es war ja noch dunkel draußen! Dann hat Frauchen aber nicht locker gelassen. Also mussten wir auch raus aus den Federn, Gassi gehen, Frühstücken und dann durften wir uns - Gott sei Dank - wieder aufs Ohr hauen. So eine Heimreise schlaucht ja doch ein wenig, auch wenn man nicht wirklich viel macht.
Unserem Personal haben wir vormittags frei gegeben. Sie haben die Chance gleich ergriffen und sind Frühstücken gegangen. War ja noch nichts Essbares im Hause.
Nachmittags haben wir dann begonnen, unser Revier genau unter die Lupe zu nehmen. Ist ja Wahnsinn, was es nach 6 Wochen so alles zu erschnüffeln gibt in der großen weiten Welt. Wir wollten damit anfangen, die Stever zurück zu erobern. Doch daraus wurde nichts. Plötzlich tauchten zahlreiche Zweibeiner auf, grün gekleidet mit orangen Warnwesten und – haltet Euch fest – echten Knarren!
Abends mussten wir Frauchen dann noch mal kurz Freistellen. Sie zog es ins Tierheim. Eine Stunde hatte sie gesagt, nach 2 Stunden war sie wieder da. So ist das. Gibt man ihr den kleinen Finger, nimmt sie gleich die ganze Hand. Nur gut, dass unser Herrchen uns schon mal Abendbrot gemacht hat. O.k. sie hat sich nach ihrer Rückkehr gebührend entschuldigt und uns einen Nachtisch organisiert.
Am Samstag konnten wir schlafen, bis es hell wurde. Jipiii! Da fühlt man sich doch gleich wie ein anderer Hund. Heute haben wir die Davert zurück erobert. Einen super langen Spaziergang haben wir unternommen. Dort sind wir erstmalig wieder auf vierbeinige Kollegen getroffen. Zunächst kamen uns zwei schwarze Königspudel entgegen. Doch die schlugen sich direkt in den Wald, um uns nicht zu treffen. Da fiel uns wieder ein, dass die beiden nicht so gut auf uns zu sprechen sind. Da ist es dann wohl besser, wenn wir uns aus dem Weg gehen. Später kam uns ein Malteser mit seinen Leuten entgegen. Wir hatten noch mindestens 300 m zwischen uns, da wurde der schon auf den Arm von seinem Herrchen genommen. Wir scheinen heute sehr furchteinflößend ausgesehen zu haben. Da war dann auch nichts mit spielen.
Wahrscheinlicher ist aber, dass es sich bei dem Kollegen auf dem Arm um einen super gefährlichen Kampfhund gehandelt hat. Die Leute wollten uns wahrscheinlich eine reelle Überlebenschance einräumen!
So richtig in Ruhe konnten wir leider nicht durch die Davert schlendern, denn auch hier war Treibjagd angesagt. Es knallte ständig, als wären sie hinter uns her.
Mir - dem Balko - macht das ja nichts aus. Ich bin ja so was von schusssicher. Schon damals in der Zuchttauglichkeitsprüfung konnte ich da glänzen. Aber Tyra hatte die Hosen voll. Ich konnte ihr leider keine Sicherheit vermitteln. Da half nur Anleinen.Irgendwie haben wir schon geahnt, dass was dahinter steckt, wenn Herrchen und Frauchen uns so auspowern. Na klar, wir bekamen den Auftrag Haus und Garten zu bewachen. Die beiden waren auf dem 1. Geburtstag von Frauchens Patenkind eingeladen. Wir wären zu gerne mitgefahren, aber einer muss ja auf´s Haus aufpassen und außerdem lebt das Patenkind mit 2 Stubentigern zusammen, die uns nicht riechen können, leider. Nach Einbruch der Dunkelheit kamen sie dann wie versprochen brav nach Hause. Den Abend haben wir zusammen gemütlich auf der Couch verbracht. Dadurch, dass wir nun eine unglaubliche Ausdauer im „Couching“ entwickelt haben, werden unsere Leute wohl bald ein bisschen abspecken. Zum einen, verbraucht das Kraulen ja ordentlich Kalorien und zum anderen können keine neuen Kalorien in Form von Süßkram aufgenommen werden, da die Hände ja im Dauereinsatz sind.
Am Sonntag mussten wir unser Personal schon wieder freistellen. Frauchens Oma feierte ihren 89. Geburtstag! Mann o mann, so alt wird ja kein Hund! Gleich früh morgens rückten sie aus und wir haben mal so richtig ausgeschlafen. Natürlich auch gewacht. Mittags kam die Wachablösung. Danach durften wir uns zur Belohnung stundenlang draußen rumtreiben. Doch mir sitzt der Schreck jetzt noch in den Knochen. Wir haben nämlich Teile des Dortmund-Ems-Kanal zurück erobert. Frauchen wollte, dass wir eine Mutprobe machen. Sie ist auf den Bootsanlegesteg des Rudervereines gegangen und wir hinterher. Dann hat sie ein Stöckchen in den Kanal geworfen. Meiner einer – Tyra – sollte das gute Stück retten. Vom Ufer ins Wasser zu gehen, stellt ja kein Problem für mich da. Ich bin eine richtige Wasserratte! Doch vom Steg aus ins Wasser zu springen ist nicht mein Ding! Ehrgeizig wie ich bin, hat es mich dann reingedreht und plumps lag ich im Kanal.
Schwimmen kann ich ja, aber nun wollte ich dort wieder an Land gehen, wo es mich reingedreht hat. Doch das klappte nicht. Die Vorderläufe hatte ich auf dem Steg, doch den Rest bekam ich nicht rauf. Ich fiepste verzweifelt. Die Panik stand mir ins Gesicht geschrieben.
Herrchen und Frauchen waren aber gleich zur Stelle. Sie haben mich aus dem Wasser gezogen wie einen nassen Sack. Puhhhh! Da bin ich dem Tod noch mal von der Schüppe gesprungen! Auf die Idee, einfach ans Ufer zu schwimmen, bin ich irgendwie nicht gekommen. Nach diesem Erlebnis hat Frauchen alles daran gesetzt, dass ich vom Ufer aus wieder ins Wasser gehe, um Stöckchen vorm Untergang zu retten. Ich war entsetzt. Wie kann sie das jetzt von mir verlangen?! Ist sie noch ganz dicht???? Herrchen hat auch protestiert. Doch ihr kennt mein Frauchen nicht. Was sie sich in den Kopf setzt, das zieht sie durch. So auch heute. Ich hatte dann ein Einsehen, denn Balko hat mir Mut gemacht und ist voraus ins Wasser. Ich bin wieder geschwommen wie ein Fisch im Wasser! Am Montag war Alltag angesagt. Wir haben versucht, uns weiter Zuhause einzuleben und ein weiteres Stück Kanal zurück erobert. Auf dem Spaziergang sind wir Rika, einer Nachbarshündin, begegnet. Angeleint und hinterm Zaun mögen wir Mädels uns so gar nicht leiden. Details möchte ich Euch hier ersparen. Doch beide freilaufend ist „null Problemo“.
Abends hatten wir überraschenden Besuch. Es war leider kein Hundefreund.
Das ist dann immer etwas anstrengend, da wir uns von unsere Schokoladenseite aber auf Distanz zeigen müssen. Das erfordert sehr viel Disziplin und das ist nicht gerade ein Lieblingswort von uns.......Am Dienstag war „DogSitterTag“. Einmal die Woche passen wir die Vierbeinerin von Herrchen´s Tochter auf. Die Dame heißt Jola, ist ein pechschwarzes Labrador-Mädel, 4 Jahre jung. Wir Mädels sehen uns ein wenig als Konkurentinnen im Hinblick auf Balko. Wir sind gleich alt, beide kastriert. Jola kennt Balko zwar schon von Kleinauf, ist seine beste Freundin. Doch ich – Tyra – bin hier nun mal Hausherrin und seine Lebensabschnittsgefährtin! Zu Beginn zicken wir Mädels uns immer kurz an. Der Rest des Tages verläuft dann sehr harmonisch. Viele unsere Nachbarn bekommen immer einen riesen Schrecken, wenn unser Personal uns drei „schwarze Rappen“ ausführt. Und irgendeiner fragt immer entsetzt: „Habt ihr nun 3 Hunde?!“ Eigentlich eine schöne Idee! Der Trend geht ja eindeutig zur Mehr-Hunde-Haltung.
Darüber hinaus mussten wir heute diversen Handwerkern genauestens auf die Finger gucken, die im Haus ein und aus gingen. Da war es ganz gut, dass wir heute Verstärkung durch Jola hatten!
@Felix
Auf Dein Angebot einer LG komme ich eventuell noch zurück. Denn das Problem setzt sich in Senden fort.....
Bis die Tage sagen
Balko & Tyra


aufnehmen.
Nur gut, dass mein Fell nicht dran glauben musste. Das der Maus - nebenbei gesagt - auch nicht. Ich wollte ja nur mal gucken.
Aber bestechlich sind wir nicht!!
&
Unser Garten wird nämlich von einer Invasion der Eichhörner heimgesucht. Diese putzigen Kerlchen springen durch den Garten, durch die Bäume, rasen wie irre über den Rasen und hamstern Nachbar´s Wallnüsse. Selbst vor den Blumentöpfen unseres Frauchens schrecken diese Puschelschwänze nicht zurück.
Da wird mal kurzerhand alles umdekoriert. Ehrlich gesagt haben wir aber noch keine Lösung, diesem Treiben Einhalt zu gebieten. Frauchen findet das zu allem Überfluss auch noch witzig! Das soll einer verstehen. Wenn unser einer sich über ihre Blumenkübel hermachen würde, sähe das bestimmt ganz anders aus! Die Eichhörner zeigen jedenfalls überhaupt keinen Respekt, wenn wir hinter den Scheiben lauern und so lauthals protestieren
, dass Frauchen anschließend die Scheiben erst mal wieder wienern kann. Wenn wir im Garten sind, sieht es schon anders aus. Dann flüchten sie
zumindest auf ihre Bäume. Ein wenig Respekt müssen wir uns als Hausherren ja verschaffen, sonst führen die uns ja den ganzen Winter an der Nase herum!
Typisch Zweibeiner. Denen muss man jedes Jahr erklären, dass Hunde ein Winterfell bekommen und dann auch ein klein wenig stabiler aussehen können. Na egal. Mir – der Tyra – schmeckte das Mitbringsel, ein trockenes Brötchen aus Weseke (das sind die Besten!) trotzdem oder erst recht ganz wunderbar.
Ich – der Balkobär – habe mir den Vorderlauf verknackst und humpel mich so durch die Weltgeschichte. Mein Frauchen ist nun super streng mit mir. Ich darf nicht mehr auf meinen Chefsessel
Da bleibt nur zu hoffen, dass sich das schnell wieder bessert.
Warum kann nicht immer Vorweihnachtszeit sein?!
Tyra &
. Es gab die Tage nämlich Kroketten. Beim Umfüllen der Kostbarkeiten fiel ein Exemplar nicht - wie von Frauchen geplant - auf ihren Teller, sondern – wie von mir sehnlichst erhofft - auf den Fußboden. Ups! Ich habe ja keine Sekunde gezögert und gleich zugeschlagen
bei Herrchens Tochter in MS City spielen. Wir haben uns die Jola geschnappt, damit sie auch mal vor die Tür kommt, denn sie war ja fit. Sie hat uns dann ihr Revier vorgestellt. Wow! Wir hätten nie gedacht, dass dort soooooooooooo viele Kumpels hausen. Ständig haben wir Kollegen und ihr Personal getroffen
. Das war echt spannend! Und da Jola am Stadtrand lebt, waren wir gleich im Grünen. Die Werse haben wir zwar nicht gefunden, aber wir müssen dicht dran gewesen sein.
Advent wünschen
Balko &
Alles gut!
Wir haben uns nämlich ordentlich bezahlen lassen für unsere Dienste.
Nee, nicht was Ihr jetzt vielleicht denkt, sondern in Leckerli!
Balko &
mit eurem Frauli um - die wird noch gebraucht! 

Gezapftes. Nee, nicht was Ihr jetzt vielleicht denkt, sondern frisches Wasser, direkt dem Bidet entlockt.
guckten. Da haben wir dann auch mal den ein oder anderen Blick riskiert und plötzlich dachten wir, da wird ja der Hund in der Pfanne verrückt!
Da sehen wir
mit entspannten Stunden für alle Zwei- und Vierbeiner!


hierher war der Horror für unsere Leute und für uns tot-langweilig. Es war nämlich nebelig oder nieselig. Wir haben nix gesehen und unsere Leute waren ziemlich angespannt. Aber egal. Wir sind ja sicher gelandet und haben uns auch schnell wieder eingelebt.
Und das beste, nicht nur wir haben etwas geschenkt, nein, auch wir wurden wieder beschenkt und zwar mit den besten Brötchen
So konnte unser Frauchen ruhigen Gewissens die Doglive Messe in MS City unsicher machen. Nur ein paar Stündchen später kam sie wieder heim und hatte allerlei Schnäppchen erbeutet, zu unserer vollsten Zufriedenheit.


. Wir haben die beiden dann gleich gefragt, was passiert ist. Zunächst wollte uns keiner was sagen, doch dann sprudelte es aus Herrchen raus. Tyra hatte sich die Brötchentüte von vorne (Fußraum Auto) nach hinten (Rückbank Fußraum) geholt und genüsslich ein Brötchen nach dem anderen vernascht
, während Herrchen noch schnell was im Dorf zu erledigen hatte. Als er ins Auto zurück kam, hatten sich alle frischen Brötchen in Luft aufgelöst. Nur Reste der Papiertüte lagen noch rum. Tyra hat sich eine Standpauke der besonderen Art anhören dürfen und ist immer noch betrübt, dass sie sich nicht im Griff hatte. Unser Bäcker hat sich halb schlapp gelacht, als Herrchen dann noch mal kam und das Gleiche eingekauft hat. Was soll man dazu sagen?! Ist vielleicht doch besser, wenn Herrchen unserer Schnecke auf der Rückbank immer schön anschnallt, dann kann sie gar nicht anders als sich unter Kontrolle zu haben.
Frauchen hatte das was arrangiert. So haben wir uns heute ohne Herrchen und Tyra auf den Weg zur Stever gemacht
Voller Lebensfreude - als hätte sie einen Flummi verschluckt
- sprang sie durch die Landschaft. Da konnte ich gar nicht widerstehen. Nicht, was Ihr jetzt vielleicht meint! Rein platonisch versteht sich!!!
. Ach, was soll ich sagen, es war einfach schön!
Balko